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HWK / Beate-Astrid Hentschke

Fördermöglichkeiten für die Elektromobilität

Wenn Sie Ihren Teil zur Reduzierung der Schadstoffbelastung in der Region Stuttgart beitragen und Fördergelder für Elektromobilität beantragen möchten, bieten sich Ihnen verschiedene Möglichkeiten. Hier finden Sie alle im Überblick.

Finanzspritzen von Bund, Land und L-Bank

Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Förderprogrammen und alle Voraussetzungen für den Antrag erhalten Sie beim jeweiligen Fördergeber, bei Ihrer Hausbank oder bei unserem Umweltberater. Seine Kontaktdaten finden Sie am Ende der Seite.

Förderprogramm „BW-e-Gutschein“

Gewerbetreibende mit Lieferverkehr können den sogenannten „BW-e-Gutschein“ für die Unterhalts- und Betriebskosten von E-Leichtfahrzeugen der EG-Klassen L6e und L7e (vollelektrisch oder Brennstoffzelle) beantragen. Die Fahrzeuge müssen überwiegend in Baden-Württemberg eingesetzt werden. Es stehen pauschal 1.000 € pro Fahrzeug (Leasing: 333,33 € pro Jahr für max. 3 Jahre) als Fördersumme bereit:

Förderprogramm „BW-e-Gutschein“



Förderprogramm „Umweltbonus“

Mit Hilfe des „Umweltbonus“ fördert auch die Bundesregierung die Anschaffung eines neuen Elektrofahrzeugs des Typs Batterieelektrofahrzeug, Plug-In-Hybrid oder Brennstoffzellenfahrzeug. Die Antragstellung erfolgt über ein Online-Portal beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Dort ist auch eine Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge verfügbar:

Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge



Förderrichtlinie „Elektromobilität“

Im Rahmen der Förderrichtlinie „Elektromobilität“ unterstützt das Bundesverkehrsministerium mit einem Investitionszuschuss die Umstellung auf batterie-elektrische Fahrzeugflotten. Die Fahrzeuge müssen weitestgehend mit erneuerbarer Energie geladen werden. Der Zuschuss berechnet sich anhand der Investitionsmehrausgaben des Elektrofahrzeugs gegenüber einem vergleichbaren konventionellen Benzin- bzw. Dieselfahrzeug. Die Antragstellung ist nur im Rahmen von zeitlich begrenzten Aufrufen möglich; darin werden nähere Konditionen festgelegt (unter anderem zur Art der geförderten Fahrzeuge und Höhe des Förder-Mindestbetrags).

Förderprogramm "Elektromobilität"



Förderkonzept „Klimafreundliche Nutzfahrzeuge“

Das Bundesverkehrsministerium hat zur Erreichung der Klimaschutzziele im Straßengüterverkehr ein Förderprogramm für Nutzfahrzeuge mit alternativen Antrieben aufgelegt. Gefördert wird die Anschaffung von Nutz- und Sonderfahrzeugen der EG-Fahrzeugklassen N1, N2 und N3 mit Elektroantrieb (rein batterieelektrisch oder Brennstoffzelle). Der Zuschuss beträgt maximal 80% der Investitionsmehrausgaben im Vergleich zu einem Nutzfahrzeug mit konventionellem Antrieb der Schadstoffklasse Euro 6/Euro VI. Anträge sind – vor Anschaffung der Fahrzeuge – beim Bundesamt für Güterverkehr (BAG) im Rahmen von zeitlich begrenzten Förderaufrufen einzureichen; der aktuelle Aufruf läuft bis zum 27. September 2021.

Förderprogramm „Klimafreundliche Nutzfahrzeuge“

Zum aktuellen Förderaufruf

Zum Bundesamt für Güterverkehr



Klimaschutzoffensive für den Mittelstand

Die KfW bietet zur Investition in Elektrofahrzeuge einen zinsgünstigen Förderkredit an, der zusätzlich zum Umweltbonus genutzt werden kann. Im Programm „Klimaschutzoffensive für den Mittelstand“ kann neben dem Darlehen zeitlich befristet ein Klimazuschuss von aktuell bis zu 3% des zugesagten Kreditbetrags beantragt werden. Der Förderantrag wird über ein frei wählbares Kreditinstitut gestellt; bei Beantragung des Klimazuschusses beträgt die Mindestlaufzeit des Darlehens fünf Jahre.

Förderprogramm „Klimaschutzoffensive für den Mittelstand“



Förderungen für E-Lastenräder

Die Fördermöglichkeiten beschränken sich aber nicht nur auf E-Autos - auch andere Fahrzeugarten werden berücksichtigt. So können sich Handwerksbetriebe die Anschaffung eines E-Lastenfahrrads fördern lassen, mit dem Sie schwere oder unhandliche Gegenstände schnell, kostengünstig und umweltfreundlich transportieren können. Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg unterstützt Sie dabei mit bis zu 2.500 € je E-Lastenrad.

Landesförderprogramm für E-Lastenräder

Eine Kumulierung mit dem Förderprogramm des Bundes ist nicht möglich.

E-Lastenräder für den Lastenverkehr in Gewerbe, Handel und Dienstleistungen werden auch vomBundesumweltministerium gefördert. Für die Anschaffung von serienmäßigen, fabrikneuen E-Lastenfahrrädern und E-Lastenfahrradanhängern mit einer Nutzlast von mindestens 120 kg und unlösbar mit dem Fahrrad verbundenen Transportmöglichkeiten gibt es einen Zuschuss von 25 Prozent der Ausgaben für die Anschaffung, maximal 2.500 Euro pro E-Lastenfahrrad bzw. Lastenfahrradanhänger mit E-Antrieb. Das E-Lastenrad darf erst nach Erhalt des schriftlichen Zuwendungsbescheids erworben werden.

Bundesförderprogramm für E-Lastenräder 



 

Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr vom November 2016 ist die zehnjährige Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge auf technisch angemessene, verkehrsrechtlich genehmigte Umrüstungen zu reinen E-Fahrzeugen ausgeweitet worden.

Weitere Informationen zum Gesetz finden Sie hier:

Bundesfinanzministerium: Gesetz zur steuerlichen Förderung von Elektromobilität im Straßenverkehr



 
Förderrichtlinie „Ladeinfrastruktur vor Ort“

Handwerksbetriebe können die Förderung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur zur Installation von öffentlich zugänglichen Normal- und Schnellladestationen auf ihren Grundstücken nutzen. Gefördert werden neben Beschaffung und Errichtung der Ladeinfrastruktur auch der dafür notwendige Netzanschluss. Die Höhe des Förderbetrags richtet sich nach der Dauer der öffentlichen Zugangsmöglichkeit (mindestens werktags für 12 Stunden). Laut den Förderrichtlinien muss der für den Ladevorgang erforderliche Strom aus erneuerbaren Energien stammen. Förderanträge können ab dem 12. April 2021, 10.00 Uhr, bis zum 31. Dezember 2021 gestellt werden.

Förderprogramm des BMVI
Förderrichtlinien des BMVI



Förderrichtlinie „Elektromobilität“

Im Rahmen der Förderrichtlinie „Elektromobilität“ unterstützt das Bundesverkehrsministerium mit einem Investitionszuschuss die Beschaffung von Ladeinfrastruktur. Die Antragstellung ist nur im Rahmen von zeitlich begrenzten Aufrufen und nur im Zusammenhang mit einer im gleichen Aufruf beantragten Fahrzeugförderung möglich:

Förderprogramm „Elektromobilität“



Förderkonzept „Klimafreundliche Nutzfahrzeuge“

Das Bundesverkehrsministerium fördert im Rahmen seines Gesamtkonzepts zu klimafreundlichen Nutzfahrzeugen auch die dazugehörige Ladeinfrastruktur. Bezuschusst wird die Anschaffung von stationären und mobilen Normal- und Schnellladeeinrichtungen auf privaten Standorten, insbesondere auf Betriebshöfen mit 80% der Gesamtausgaben. Die Antragstellung ist nur im Rahmen von zeitlich begrenzten Aufrufen und nur im Zusammenhang mit einer im gleichen Programm beantragten Fahrzeugförderung (mindestens ein Nutzfahrzeug) möglich.

Förderprogramm „Klimafreundliche Nutzfahrzeuge“



Förderprogramm „Charge@BW“

Für die Installation von Ladeinfrastruktur im nichtöffentlichen Raum (z. B. Mitarbeiterparkplätze, betrieblich genutzte Ladepunkte) eignet sich das Förderprogramm „Charge@BW“ des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg. Neben den Ladesäulen sind Tiefbauarbeiten, Installation und Netzanschluss förderfähig. Der an den Ladepunkten zur Verfügung gestellte Strom muss aus erneuerbaren Energieträgern stammen (Grünstromliefervertrag oder vor Ort eigenerzeugt). Der Antrag ist nach der Bestellung und vor der Fertigstellung einzureichen. Es ist keine Kombination mit anderen Förderprogrammen zur Ladeinfrastruktur möglich:

Förderprogramm „Charge@BW“



Verbundprojekt „LINOx BW“

Im Rahmen des Verbundprojekts „Aufbau von Ladeinfrastruktur zur Reduktion der NOx-Belastungen in Baden-Württemberg (LINOx BW)“ können Unternehmen aus Kommunen mit hoher NOx-Belastung in Baden-Württemberg (hier finden Sie die entsprechendeListe) eine Förderung für den kurzfristigen Aufbau von Ladeinfrastruktur (LIS) im halb-öffentlichen, öffentlich nicht zugänglichen und privaten Raum beantragen:

Förderprogramm „LINOx BW“



Klimaschutzoffensive für den Mittelstand

Neben Elektrofahrzeugen fördert die KfW in ihrem Programm „Klimaschutzoffensive für den Mittelstand“ auch die dafür notwendige Infrastruktur in Form von elektrischen Ladestationen mittels eines zinsgünstigen Förderkredits. Zusätzlich kann ein zeitlich befristeter Klimazuschuss von aktuell bis zu 3% des zugesagten Kreditbetrags beantragt werden. Der Förderantrag wird über ein frei wählbares Kreditinstitut gestellt, der Zinssatz des Kredits wird individuell ermittelt.

zur Klimaschutzoffensive

Foerderung-E-Mobilitaet-Ladesaeule



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