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Nachhaltigkeit messbar machen

Als erste deutsche Handwerksorganisation haben wir einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt. Auf dieser Seite erklären Ihnen unsere Mitarbeiter das Projekt.

"Wir möchten nachhaltiger werden"

"Alle reden über Nachhaltigkeit, aber jeder versteht darunter etwas anderes", fasst Umweltberater Manfred Kleinbielen das Thema zusammen. Gemeinsam mit der politischen Referentin, Gesine Kapelle, leitet er das Projekt "Nachhaltigkeit", das es so bislang in keiner anderen Handwerksorganisation gibt.

Wir möchten nachhaltiger werden und diese Nachhaltigkeit messbar machen.

Nachhaltigkeit ist geradezu ein Modewort geworden. Eigentlich stammt es aus der Forstwirtschaft, wo der Begriff im frühen 18. Jahrhundert aufkam. Seinerzeit ging es darum, niemals mehr Holz zu fällen, als nachwachsen kann. Heute wird der Begriff auf Ressourcen aller Art angewandt. Auch auf solche, mit denen eine Handwerkskammer zu tun hat.

Aber wie geht das?



Nachhaltigkeit
HWK

Themen und Indikatoren

"Wir konzentrieren uns auf 10 Themen, bei denen wir nachhaltiger werden wollen", erklärt Kapelle. Für jedes Thema ist jeweils eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter der Handwerkskammer verantwortlich für die Datenerhebung und Festlegung von Aktivitäten. Wie nachhaltig wir in den einzelnen Themen aufgestellt sind, messen wir anhand von Indikatoren.

Unter ihnen finden sich Kennzahlen wie:

  • Materialverbrauch
  • sichere Finanzen
  • direkter und indirekter Energieverbrauch

Es gehören aber auch schwieriger zu bewertende Themen dazu:

  • Vorteilsnahme/Korruptionsbekämpfung
  • Datensicherheit
  • Risikomanagement

Unter das soziale Engagement der Kammer fallen vor allem die folgenden Aktionen, die wir regelmäßig durchführen:



Ziele und Transparenz

Indikatoren verändern sich im Laufe der Zeit nach oben oder nach unten: Der Materialverbrauch nimmt zu oder ab, der Energieverbrauch steigt oder verringert sich. Darum lassen sich über die Indikatoren Ziele formulieren - die Nachhaltigkeitsziele der Kammer.

"Wir orientieren uns an einem Drei-Säulen-Modell und haben deshalb ökonomische, ökologische und soziale Ziele formuliert", erklärt Gesine Kapelle. Heraus kam 2013 ein erster Nachhaltigkeitsbericht, 2015 dann der zweite, 2017 der dritte Bericht. Der vierte Bericht erschien Mitte 2019.

Alle Berichte sind nach den Vorgaben der Global Reporting Initiative, dem sogenannten GRI-Standard geprüft worden. Anstelle der GRI-G3-Leitlinien beim Nachhaltigkeitsbericht 2013 liegen ab dem Nachhaltigkeitsbericht 2015 die GRI-G4-Leitlinien zugrunde. Dadurch kann die Öffentlichkeit die mit diesem Standard erstellten Berichte vergleichen.

Eine der wichtigsten Bedingungen für Nachhaltigkeit ist die Transparenz: "Wir müssen unseren Nachhaltigkeitsprozess so durchsichtig gestalten, dass ihn die Öffentlichkeit jederzeit mitverfolgen kann", sagt Kleinbielen. "Wer mag, kann sich deshalb in unser Nachhaltigkeitsprojekt einbringen. Wir freuen uns über jede Meinung zu unserem Bericht."

Nachhaltigkeit
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