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Personalserie: Mitarbeiteraustritt

In Teil 14 unserer Serie zeigen wir, was Sie tun können, um Ihre Belegschaft dauerhaft an Ihren Betrieb zu binden und Austritten frühzeitig entgegenzuwirken.

Warum gehen meine Mitarbeiter?

Die Frage, wieso Mitarbeiter den Betrieb verlassen, beschäftigt wohl jeden Betriebsinhaber und löst gleichzeitig Ängste aus: Es steht nicht nur die Tatsache im Raum, dass erneut eine Fachkraft fehlt und ersetzt werden muss, sondern auch die große Frage, welche Gründe es für den Abschied gibt. Denn für jeden Einzelnen ist eine Kündigung ein schwerwiegender und einschneidender Schnitt – privat wie beruflich.



Perspektiven sind wichtig

Unsere Personalberaterin Nicola Pauls sieht eine Kombination verschiedener Faktoren, die zur Kündigung führen: „Oft fehlt den Mitarbeitern die Perspektive. Es werden keine Karrieremöglichkeiten zur persönlichen Entwicklung und Weiterbildung aufgezeigt. Dabei gibt es diese meist. Auch, dass einige Ideen und Verbesserungsvorschläge nicht ernst genommen werden, können Gründe für die Kündigung sein.“

Vor allem im Handwerk werde oftmals unterschätzt, welch vielfältige Möglichkeiten es gibt. „Zum Beispiel kann nach der dualen Ausbildung noch der Betriebswirt im Handwerk oder der Meister gemacht werden“, sagt Pauls.  „Führungskräfte müssen sich an diesem Punkt in der Pflicht sehen, ihre Mitarbeiter zu unterstützen und diese Unterstützung auch zu signalisieren“, unterstreicht die Personalberaterin.

Am Ende stelle die Förderung eine Win-Win-Situation dar: „Der Mitarbeiter erlangt Qualifikation und nutzt seine Talente noch besser, wovon gleichzeitig auch der Arbeitgeber profitiert.“



Beiträge zum Unternehmenserfolg deutlich machen

Oft ist auch im Laufe des Berufslebens das Fachwissen und die Kompetenz zur Selbstverständlichkeit geworden und neue Herausforderungen werden vermisst.

Hinzukommen kann, dass nicht deutlich wird, welchen Beitrag der Einzelne zum Unternehmenserfolg leistet. Damit das nicht passiert, können – egal in welchem Alter – Weiterbildungsmaßnahmen auf beiden Seiten einen echten Mehrwert bringen. „Wenn Mitarbeiter ihre individuellen Begeisterungen und Talente in die Arbeit einbringen können, wirkt sich das positiv auf den gesamten Betrieb und sein wirtschaftliches Ergebnis aus.“



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Betriebsklima - Zufriedenheit im Betrieb

Was immer einmal passieren kann, ist, dass Unzufriedenheit im Betrieb entsteht. „Gründe dafür können Differenzen zwischen Kollegen, fehlende Kooperation oder Kommunikation innerhalb des Teams, zu wenig Vertrauen am Arbeitsplatz oder eine nicht nachvollziehbare Beförderung eines Kollegen sein“, erklärt Pauls und weist in diesem Zusammenhang auch auf die Beziehung zum Chef hin: „Es gibt den Spruch ‚Mitarbeiter kommen wegen des Jobs und gehen wegen des Chefs‘. Es ist traurig, wenn eine verfahrene  Beziehung zu den Vorgesetzten dazu führt, dass ein Mitarbeiter sich gezwungen sieht, zu gehen. Dabei kann es Missverständnisse geben oder dies kann beispielsweise auch die zu selten geäußerte Anerkennung oder Wertschätzung sein.“

Motivierte Mitarbeiter liefern mehr Leistung und sind kreativer. Mitarbeiter, die ihre Rolle, ihr Umfeld und ihre Tätigkeiten im Betrieb kennen, sind angekommen. Dies senkt gleichzeitig die Kündigungswahrscheinlichkeit. Wenn die Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen und konstruktiv miteinander arbeiten, merkt das der Kunde an hochwertiger Qualität der Leistungen und der Chef in der Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter.

Eigentlich logisch: Das Bedürfnis eines Mitarbeiters nach Anerkennung für Leistung und Motivation ist menschlich und erlaubt. „Schätzen Sie Ihre Mitarbeiter wert und suchen Sie nach Wegen, dies – wenn möglich – nicht nur verbal auszudrücken, sondern durch andere Anreize  beispielsweise finanziell.“



Warum keine Bonuszahlung?

Denn auch der finanzielle Aspekt kann zu einer Kündigung führen. Betriebe stehen in diesem Punkt untereinander in Konkurrenz. Kleinere Betriebe können oft mit den Löhnen der Größeren nur schwer mithalten. „Manch ein Mitarbeiter fühlt sich möglicherweise trotz anderen positiven Aspekten gezwungen, den Betrieb zu wechseln“, befürchtet Pauls. Durch Bonuszahlungen oder Alternativen wie Zeitausgleich könne aber ein Gegenwert geschaffen werden, der Mitarbeiter bestärkt, ihrem Betrieb treu zu bleiben.

Eine ausgeglichene Work-Life-Balance, flexible Arbeitszeiten und ein durchdachtes Überstundenmanagement sind weitere Möglichkeiten, Mitarbeiter zu halten. „Die Grenzen zwischen motivierender Herausforderung und Überforderung sind individuell.“ Um sie herauszufinden, ist Fingerspitzengefühl beim Chef gefragt. Durch eine Balance sind die Mitarbeiter zufrieden und produktiv und der Betrieb profitiert. Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung und Wertschätzung sind der Schlüssel.

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Nicola-Pauls

Nicola Pauls

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